Das Projekt

Seit 1990 hat sich der ländliche Raum stark verändert. Neben vielen positiven Dingen, wie z. Bsp. die Instandsetzung der Bausubstanz, erleben wir derzeit auch viele negative Veränderungen. Die Dörfer der Region verlieren zunehmend wichtige Strukturen wie Schulen, Sparkassenfilialen, Filialen von Versicherungsträgern, Postämter. Neben ihren eigentlichen Funktionen erfüllten diese auch Aufgaben im dörflichen Gemeinschaftsleben, waren Kommunikationsräume fär die BewohnerInnen, die verloren gehen.
Dieser Entwicklung etwas entgegensetzen, neue, andere Wege gehen, unser Leben in der ländlichen Region attraktiv gestalten, Nachteile durch Nutzung aller Möglichkeiten kompensieren - wer sollte das tun, wenn nicht wir selbst, wir, die wir in den Dörfern der Region leben.
Wir wollen mit unserem Projekt dörfliches Gemeinschaftsleben und dörflicher Entwicklung fördern. Wir wollen Räume schaffen, die unserem Verein und anderen Vereinen, Institutionen, Unternehmen und Personen für eigene Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden können, auch stundenweise. Eigeninitiativen und die Entwicklung und Umsetzung von Ideen erhalten damit Raum zur Entfaltung.
Dafür wird ein Gebäude, das dörflicher Struktur und Geschichte entspricht, entsprechend umgenutzt.
Es entstehen Kommunikations- und Gemeinschaftsräumen för verschiedener Altersgruppen.
Dienstleister, die sich aus dem ländlichen Raum zurückgezogen haben, sollen angeregt werden, die Räume zu nutzen, um in festen Intervallen ihre Leistungen wieder hier vor Ort zur Verfügung zu stellen.
Darüber hinaus wird der Verein eigene soziokulturelle und Bildungsangebote machen, Leistungen von Hilfe zur Selbsthilfe fürdern und entwickeln.
Es wird ein öffentlichen Zugang zu neuen Medien und Informationstechnologien geschaffen mit bedarfsorientierte Nutzungszeiten auch an Wochenenden und in den Abendstunden. Ziel ist die Nutzung elektronischer Medien für die Kompensation von Nachteilen des Wohnens im ländlichen Raum.
Ein Schwerpunkt der Arbeit des Vereins liegt auf der Arbeit mit Mädchen und Frauen, der Förderung von Gleichstellung und Gleichberechtigung. Das soll sich in regionaler und überregionaler Arbeit niederschlagen. Das Begegnungszentrum soll zu einem Zentrum der Vernetzung und Koordinierung für Vereine und gemeinnützige Träger, Initiativen und Einzelpersonen der Region Weisseritzkreis / Landkreis Freiberg entwickelt werden., die in diesem Bereich tätig sind.
Dafür werden entsprechende zielgruppenorientierte Angebote gemacht (Weiterbildungen, Coaching, Fallgruppen, Supervision, Veranstaltungen mit Ämtern für MultiplikatorInnen).
Die Umsetzung dieser Vorhaben wird zum Teil durch eigene Projekte unseres Vereins, aber auch durch Kooperation mit verschiedenen anderen Trägern erfolgen. Auch Initiativen von Gruppen und Einzelpersonen sind erwünscht und können in unserem Haus einen Rahmen für ihre Arbeit finden.